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In den letzten Jahrzehnten hat sich hierzulande auch in der Musikpflege das
gesellschaftliche Gefüge gewandelt, nicht zuletzt durch den Ausbau der Musikschulen, die viele Jugendliche für instrumentales Musizieren und überhaupt für Musik gewinnen konnten. Die Zahl der professionellen
Musikerinnen und Musiker, freiberuflich oder als Lehrende in der Bodenseeregion beheimatet oder heimisch geworden, hat dadurch stetig zugenommen. Sie fanden sich in verschiedensten Besetzungen und bei
unterschiedlichsten Konzertverpflichtungen zum gemeinsamen Musizieren - als eine künstlerische Herausforderung wie eine belebende Abwechslung zur reinen Lehrtätigkeit empfunden. Der nebenbei gewonnene Eindruck einer
Angebotslücke im Orchesterwesen ließ den Gedanken reifen, diese Instrumentalistinnen und Instrumentalisten in einem Klangkörper zu vereinen, der in der Besetzung variabel und in der Organisation flexibel sein
sollte. So konstituierte sich 1992 die Kammerphilharmonie Bodensee-Oberschwaben.
Wesentliche Gründe für ihren heutigen Erfolg sind - neben dem beachtlichen
künstlerischen Niveau - der immer spürbare Dienstleistungsgedanke, die spontane, unverbrauchte Spielfreude, die Bereitschaft zum Engagement und eine effektive Geschäftsführung.
Die Orchesterstruktur ist ideal für projektbezogenes Arbeiten. Die
Kammerphilharmonie wird für jede Produktion individuell zusammengestellt und kann so, in enger Zusammenarbeit mit den Dirigenten, den Werken verschiedenster Epochen am besten gerecht werden. Die
Besetzungsmöglichkeiten reichen dabei vom kleinen Barockensemble auf Originalinstrumenten bis zum klassischen und großen sinfonischen Orchester des 19. Jahrhunderts oder zu werkspezifischem Instrumentarium, wie es
modernere Kompositionen bisweilen verlangen.
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